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Indien verbietet Bitcoin und Co. – Rückschlag für Kryptowährungen

2017 hat das Kursfeuerwerk der Kryptowährungen Anleger überrascht. Und zu einem Run auf die Kryptocoins geführt. Einige Trader sind zu Millionären geworden. Zwischenzeitlich stürzten die Kryptocoins massiv ab. Die Regierung in Indien arbeitet nun einem Bericht auf finanzen.net zufolge an einem Verbot privater Coins. Damit könnte der Entwicklung ein schwerer Schlag versetzt werden. Denn auch in den USA oder Europa wird nach Wegen gesucht, die Währungen zu beschränken. Was bedeutet das für Anleger und wie können sich diese darauf einstellen?

Rückschlag für Kryptowährungen
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Bild: Indien erwägt ein komplettes Verbot von Kryptowährungen außerhalb staatlicher Kontrolle – was bedeutet das für Anleger? Bildquelle: pixabay.de

Worum geht es bei den indischen Beratungen?

Das eine Regierung laut hörbar ihren Unmut zu den Kryptwährungen zum Ausdruck bringt, ist nicht wirklich neu. Eine Besonderheit am Vorgehen Indiens ist die Tatsache, dass der zuständige Ausschuss nicht nur Kritik äußert. Es wird gleich ein Gesetzesentwurf geliefert, um privaten Kryptowährungen den Hahn zuzudrehen.

Kryptowährungen als Luftnummer? Kein intrinsischer Wert

Kritik entzündet sich unter anderem an einer Tatsache. Den Kryptocoins fehlt es an einem intrinsischen Wert.

Heißt: Anders als zum Beispiel das Edelmetall Gold haben Bitcoin und Co. keinen inneren Wert. Außerdem – so der indische Ausschuss – würde es den Kryptowährungen an den Eigenschaften einer Währung fehlen.

Kryptowährungen als "große Gefahr"?

Solche Stimmen sind in Richtung der digitalen Währungen nicht neu. Besonders im Zusammenhang mit den Plänen des Netzwerks Facebook zur Kryptowährung Libra ist die Kritik neu aufgeflammt. Befürchtet wird, dass sich damit eine „Schattenwährung“ bildet, welche die bekannten Währungssysteme unterläuft.

Als Gefahr wird gesehen, dass sich die Währungen jeglicher Kontrolle entziehen. Keine Zentralbank oder Behörde wachen über die Kryptocoins. Dabei ist gerade diese fehlende Kontrolle etwas, was Befürworter an:

  1. Bitcoin
  2. Ethereum
  3. Litecoin
  4. Tether usw.

so schätzen.

Schließlich besteht so auch weniger Gefahr, dass Notenbanker die Wechselkurse durch Manipulationen für politische Zwecke nutzen können. Dies wiederum macht Kryptowährungen auch für Anleger interessant. Auf Jetztcoinskaufen.de wird erklärt, warum sich ein früher Einstieg nach wie vor lohnen kann. Das Potenzial für Wertsteigerungen besteht nämlich nach wie vor.

Was sollten Krypto-Investoren beachten?

"Ich liebe es, wie neue Technologie unser Leben einfacher macht. Bitcoin vereint meine Fans rund um die Welt, indem sie nur eine Währung benutzen."Ex-Spice Girl Mel B

Wer sich für Kryptowährungen interessiert und in Bitcoin oder Ethereum investieren will, betritt Neuland. Durch die Entwicklung 2017/2018 haben viele Anleger den Begriff Kryptocoin und Blockchain zwar schon einmal gehört. Was aber genau dahintersteckt, ist vielen nicht klar. Gerade die technischen Aspekte sind anfangs ein Buch „mit 7 Siegeln“.

Deshalb gilt: Ein gewisses Grundverständnis sollten Trader entwickeln. Andernfalls sind Fehlentscheidungen vorprogrammiert.

Mein Geld ist ein Geld: Wallets vor Dieben schützen!

Einfaches Beispiel: Kryptowährungen wecken Begehrlichkeiten. Solange die Währungen auf einem Rechner mit Internetzugang aufbewahrt werden, kann die Soft Wallet von Hackern angegriffen werden.

Zuverlässigen Schutz bietet eine Hard Wallet ohne Netzzugang. Das Problem: Wird eine Hard Wallet aus der falschen Quelle erworben, kann sie bereits kompromittiert sein. Aber auch im Hinblick auf die Funktion:

sollten sich Investoren informieren.

Achtung: Bei den ICO (initial coin offering) gibt es viele schwarze Schafe. Untersuchungen gehen laut Bloomberg davon aus, dass hier rund vier Fünftel mehr oder minder mit betrügerischer Absicht lanciert werden.

Volatilität als Markenzeichen

Ein wesentlicher Aspekt der Kryptocoins ist die hohe Volatilität. Sprich: Die Kurse können innerhalb sehr kurzer Zeit durch die Decke gehen. Auf der anderen Seite rauscht der Markt auch sehr schnell nach unten. Gerade Ankündigungen zu Verboten wie in Indien oder die Schließung einer Kryptobörse ziehen die Kurse ins Minus. Für einen Teil der Trader ein Schreckensszenario. Andere Anleger kalkulieren dieses Risiko allerdings ein – und Platzieren Finanzwetten auf die Kryptos.

Spekulation oder Investition: Welcher Zeithorizont ist bei Kryptowährungen sinnvoll?

Kryptowährungen sind bisher eher als spekulative Anlageinstrumente in Erscheinung getreten. Was sie anfällig macht, sind die teils wenigen Big Player. Wenige Marktteilnehmer besitzen eine große Zahl Kryptocoins. Und üben damit Druck auf die Kurse aus.

In welchem Zeithorizont sich eine langfristige Anlagestrategie bewegen muss, ist schwer einzuschätzen. Fakt ist, dass Kryptowährungen zum aktuellen Zeitpunkt nicht verschwinden werden. Allerdings sind sie anfällig auf Kursspekulationen. Was einen Teil der indischen Kritik untermauert.

Wie sollten Anleger auf Kursaufschläge reagieren?

Die richtige Strategie hängt immer von der Einstellung ab. Wer in die Währungen einsteigt, um sich einfach ein Stück vom großen Kuchen abzuschneiden, wird auf sinkende Kurse schneller mit einem Schließen seiner Positionen reagieren. Ein solches Verhalten ist von Enthusiasten der ersten Stunde nicht zu erwarten.

Ihnen geht es um die Idee der Kryptowährungen. Was die Bewertung der Optionen besonders schwierig macht, ist eine Tatsache: Geht eine „Leitwährung“ wie der Bitcoin in die Knie, folgen die anderen Kryptocoins meist recht schnell. Überdeutlich wird dies bei den historischen Charts von coinmarketcap.com Daher ist Diversifikation schwierig. Gewinne mitnehmen und einen Teil der Position verkaufen, einige Coins aber als „Reserve“ halten – warum eigentlich nicht.

Wie sehen andere Länder Kryptowährungen?

Video: Das Video gibt weitere Informationen zum möglichen Verbot von Kryptowährungen in Indien.

Kryptowährungen stehen nicht nur in Indien auf dem Prüfstand. Auch viele andere Länder sehen die Entwicklung skeptisch. Dabei sind die Ressentiments fast schon länderübergreifend – obwohl in Europa und den USA sehr viele Technikfans mit den Kryptocoins reich geworden sind.

Die Situation in Deutschland und der EU

In Deutschland und der EU ist die EZB oberster Währungshüter. Mario Draghi galt nicht als Freund der digitalen Währungen. Mit der designierten EZB-Chefin Lagarde könnte eine Ökonomin an der Spitze stehen, die bisher weder klar gegen noch für die Kryptowährungen gestanden hat.

Die Situation in den USA

In den USA sind Kryptowährungen offiziell noch nicht reguliert. Allerdings könnte sich dies durchaus ändern. Medienberichten nach plant die US-Regierung Beschränkungen für Unternehmen in diese Richtung. Für die Branche sind solche Bemühungen natürlich Gift, die Kurse der Währungen haben an den Kryptobörsen nachgegeben.

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Bild: Noch ist nicht ganz klar, wie das Verbot von Kryptowährungen in Indien genau aussehen wird. Bildquelle: pixabay.com

Fazit: Kryptowährungen stehen unter Druck

Indien will die Kryptowährungen stark beschränken – sprich bis auf eine staatliche Form verbieten. Und auch in anderen Ländern scheinen Regulierungen Form anzunehmen. So steht in den USA etwa ein Gesetzesentwurf zur Debatte, welcher den Unternehmen das Auflegen solcher Währungen verbietet. Die Kurse haben entsprechend reagiert und sind zunächst auf Talfahrt gegangen. Bleibt die Frage, wie nachhaltig diese Bemühungen den Digitalcoins schaden.

In der Ruhe liegt die Kraft: Anleger sollten nicht hektisch werden

Auch wenn Kryptowährungen aktuell Gegenwind erfahren, müssen diese nicht abgeschrieben werden. Ein hektischer Ausstieg kann am Ende deutlich teurer werden als besonnenes Handeln. Aus diesem Grund ist es am besten, sich die Entwicklung weiter anzuschauen und gegebenenfalls gegenzusteuern.


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