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Liebesbeweis: Wie beweise ich meinem Partner die Liebe?

In fast jeder langjährigen Beziehung kommt irgendwann einmal der Punkt, an dem einer der beiden Partner die Liebe des anderen ein wenig in Zweifel zieht. Kaum ein Gefühl wird als derart schlimm empfunden wie das, sich nicht geliebt zu fühlen, insbesondere in einer Beziehung. Schließlich ist die Liebe das Grundgerüst einer Partnerschaft, auf der alles andere aufbaut.

Oftmals jedoch hat der Partner dieses Gefühl zu Unrecht und bestimmt hast auch du dir schon das eine oder andere Mal den Kopf darüber zerbrochen, wie du ihm oder ihr deine Liebe beweisen kannst. Da sich dieses Unterfangen zuweilen nicht ganz einfach gestaltet, haben wir für dich ein paar hilfreiche Ratschläge parat.

Woher kommen überhaupt diese Zweifel?

Um möglichst lösungsorientiert vorzugehen, ist es zunächst einmal notwendig, die Ursachen zu verstehen. Was bringt deinen Partner zu der Annahme, du würdest ihn nicht mehr lieben? Schaut man sich an, wie eine Beziehung in vielen Fällen verläuft, wird einem schnell klar, worin die Ursachen zu begründen sind.

Gehen wir zum Anfang einer Beziehung, an der die Kennenlernphase steht. In dieser sind beide “Parteien” stets bemüht, sich von ihrer besten Seite zu zeigen. Das bedeutet jedoch nicht allein, sich optisch entsprechend zurecht zu machen, sondern hängt mit der ganzen Art und Weise zusammen, wie sich der eine dem anderen gegenüber verhält.

Um ein möglichst positives Bild zu zeichnen, sind viele Menschen in dieser Phase besonders zuvorkommend, besonders freundlich und besonders höflich. Der Kennenlernphase folgt zumeist die Verliebtheitsphase. Auch hier ist jeder bemüht, seinem Gegenüber gewissermaßen jeden Wunsch von den Augen abzulesen. Der Wendepunkt tritt zumeist dann ein, wenn aus der Verliebtheit Liebe wird. Das mag auf den ersten Blick paradox klingen, da Liebe ja quasi als Steigerungsform von Verliebtheit angesehen werden kann. Beim zweiten Hinschauen allerdings wirst du schnell sehen, dass dieser Punkt keineswegs so widersprüchlich ist wie er zunächst klingt.

Die Phase der Liebe tritt nämlich in aller Regel erst dann ein, wenn beide Partner bereits die rosarote Welt der Verliebtheit hinter sich gelassen haben. Das bedeutet in den meisten Fällen, dass du, wenn diese Phase eintritt, meist schon eine Weile mit deinem Partner zusammenlebst, seine Macken kennst, seine Fehler und seine Launen und trotzdem seine Anwesenheit genießt. Liebe ist daher in der Regel das sehr viel tiefere und nachhaltigere Gefühl als die reine Verliebtheit. Du fühlst dich deinem Partner in einer ganz besonderen Weise verbunden und siehst ihn als genau das, einen Partner im wahrsten Wortsinn, mit dem du gemeinsam alle Widrigkeiten des Lebens meisterst.

Zu diesem Zeitpunkt allerdings legen sich diverse äußere Störfaktoren wie eine dicke Staubschicht auf dieses tiefe Band der Verbundenheit, sodass es zuweilen aus eurer Wahrnehmung verschwinden kann, obwohl es tatsächlich trotzdem noch vorhanden ist. Die Arbeit, die Kinder, Termine hier und da, der Haushalt, Rechnungen, die bezahlt werden müssen etc. All diese Faktoren lassen Partner im Laufe der Zeit schnell vergessen, wie eng sie sich eigentlich einander verbunden fühlen.

Im Kontext des Themas ist es unabdingbar, sich diesen Sachverhalt der unterschiedlichen Phasen vor Augen zu führen. Irgendwann nämlich kommt aus den genannten Gründen der Punkt, an dem dein Partner vermisst, was du ihm einst gegeben hast. All die kleinen Aufmerksamkeiten, die höfliche und zuvorkommende Art, das Flirten, die Komplimente und ja, auch die äußeren Parameter hast du womöglich in den letzten Jahren ein wenig vernachlässigt. Bestimmt wirfst du dich nicht mehr derart in Schale, wie du es in der Kennenlern- oder Verliebtheitsphase getan hast. Auch das teure Parfum kommt immer seltener zum Einsatz und die Haare sind auch nicht mehr so oft zurechtgemacht.

All das sind kleine Faktoren, die in der Summe zum Verdruss bei deinem Partner sorgen, der viele dieser kleinen Elemente noch aus eurer Anfangszeit kennt und sich diese, zumindest ab und zu, zurückwünscht. Womöglich bist du auch nicht immer gut gelaunt, gestresst etc. und lässt das, ohne es selbst zu merken und schon gar nicht zu wollen, an deinem Partner aus. Diese vermeintlich banalen Punkte ergeben den perfekten Nährboden für Zweifel hinsichtlich deiner Liebe. Der Gedanke deines Partners ist dann irgendwann mehr oder minder unterschwellig, dass du ihn nicht mehr lieben würdest, weil du all diese Sachen, die ihn oder sie anfangs so an dir fasziniert haben, irgendwann vollkommen vernachlässigt hast. Das veranlasst deinen Partner, sich nicht mehr geliebt zu fühlen und demnach deine Liebe in Frage zu stellen.

Back to the roots

Da sich unter diesen Umständen im Laufe der Jahre so viel Frust aufstauen kann, dass eure Beziehung über kurz oder lang daran zerbrechen wird, ist es nun deine Aufgabe, die dicke Staubschicht, die sich über euer inneres Band gelegt hat, zu entfernen, damit ihr wieder seht und erkennt, was euch zusammenhält und all die Jahre aneinander gebunden hat. Das bedeutet, dass es keineswegs notwendig ist, die Flinte ins Korn zu werfen und sich unter Umständen auf eine neue Partnersuche zu begeben. Die Lösung ist schließlich so naheliegend, du musst nur die richtigen Hebel bewegen.

Nehmt euch eure Zeit

Der Schlüssel zu allem ist, deinem Partner wieder das zu geben, was ihn einst so an dir beeindruckt hatte. Allerdings hat es ja einen Grund, weshalb genau diese Sachen in den letzten Jahren zu kurz gekommen sind. Der berühmte Teufel Alltag hat euch zu viele “Nebenbaustellen” mitgegeben, um eure Gewohnheiten aus der Verliebtheitsphase aufrechterhalten zu können. Woher also nun diese Freizeit nehmen, um zu alten Verhaltensmusterns zurückkehren zu können?

Zeitmanagement spielt hier eine besonders große Rolle. Alles was ihr jetzt benötigt, ist Zeit für euch, denn für eine funktionierende Beziehung ist es unerlässlich, sich zumindest in regelmäßigen Abständen darauf zu besinnen, dass man neben verantwortungsbewussten Eltern, zuverlässigen Arbeitnehmern und gewissenhaften Rechnungsbegleichern auch noch „ganz nebenbei“ ein liebendes Pärchen ist. Das geht am besten, wenn du dir mit deinem Partner auch mal Zeit nur für euch nimmst.

Führe deinen Partner auch mal aus. Geht gemeinsam zu Abend essen. Geht mal ins Kino oder geht einfach mal zu zweit am Abend spazieren. Natürlich erledigen sich die häuslichen Pflichten, die euch bisher davon abgehalten haben, nicht von allein. Die Lösung ist jedoch erheblich einfacher als es scheint. Frag deine Eltern oder die Eltern deines Partners, ob sie mal am Freitagabend für ein paar Stunden auf die Kids aufpassen können. Die freuen sich schließlich auch, wenn Oma und Opa zugegen sind. Eine echte Win-Win-Situation. Frag einen Freund, ob er für dich mal was erledigen kann, damit du Zeit mit deinem Partner verbringen kannst. Greif also auf die Hilfe anderer zurück, um dir bzw. euch wertvolle Zeit zu zweit freizuschaufeln. Diese Zeit wird deinem Partner beweisen, dass er dir nach wie vor wichtig ist und du ihn bzw. sie noch immer liebst.

Wichtig: Lass unter keinen Umständen den Gedanken zu, dass du oder ihr in diesem Kontext egoistisch handeln würdet, wenn ihr beispielsweise eure Kinder mal 2 oder 3 Stunden den Großeltern überlasst, um Zeit für euch zu haben. Genau das Gegenteil ist nämlich der Fall. Mit diesen “Auszeiten” vom Alltag ladet ihr eure eigenen Akkus in Rekordzeit wieder auf, was wiederum letztlich auch euren Kindern zugutekommen wird. Zeit zu zweit ist nicht egoistisch, sondern eine wertvolle und wichtige Investition in die Beziehung und damit in die ganze Familie!

Kleine Gesten & große Wirkung

Nachdem wir dir nun hoffentlich die Wichtigkeit von echter quality time zu zweit näherbringen konnten, möchten wir nun auf einen weiteren Faktor eingehen, mit dessen Hilfe du deinem Partner deine Liebe beweisen kannst. Die Rede ist von kleinen materiellen Aufmerksamkeiten. Es muss nicht immer die Mittelmeerkreuzfahrt oder ein Trip nach Las Vegas sein, um deinem Partner deine Liebe zu signalisieren. Viel hilft bekanntlich nicht immer viel. Zumeist sind es nämlich eher die kleinen Gesten, die letztlich eine große Wirkung erzielen.

Das beginnt bereits mit vermeintlich banalen Sachen. Einfach nur wenn du deinem Partner beispielsweise, während ihr mit dem Auto an der Tankstelle seid, beim Bezahlen einen Kaffee mitbringst. Schlichtweg weil du weißt, dass er oder sie eben gerne Kaffee trinkt. Vielleicht kaufst du auch beim nächsten Einkauf einfach mal seine oder ihre Lieblingsschokolade mit ein. Es sind vermeintliche Kleinigkeiten, die deinen Partner immer wieder daran erinnern, dass du ihn schätzt und eben auch liebst.

Höre deinem Partner zu!

Eine der zerstörerischsten Elemente, wenn es um deine Partnerschaft geht, ist, wenn dein Partner den Eindruck bekommt, du würdest ihm gar nicht mehr zuhören. Dieser Punkt ist übrigens eine der Grundvoraussetzungen für den vorgenannten Tipp. Nur wenn du zuhörst, kannst du deinem Partner nämlich hier und da mal eine Überraschung bereiten, mit der oder sie vielleicht gar nicht rechnet. Und das nämlich beweist ihm oder ihr, dass du nach wie vor zuhörst und sogar hier und da zwischen den Zeilen liest. Das ist für ihn oder eben für sie ein untrügliches Zeichen dafür, dass du ihn nach wie vor wertschätzt. Wenn du also den Eindruck hast, dass dein Partner deine Liebe in Zweifel zieht, hör zu was er sagt und zieh die richtigen Schlüsse!

Körperliche Nähe

Ein weiterer wichtiger Punkt zum Beweis deiner Liebe, der aber besonders in langjährigen Beziehungen oftmals vernachlässigt wird, sind körperliche Annäherungen. Und damit geht es gar nicht in erster Linie um die sexuelle Komponente. Vielmehr sind es bestimmte zärtliche Gesten der Zuneigung, welche deinem Partner zeigen, dass er dir noch immer wichtig ist und du deswegen nach wie vor die physische Nähe zu ihm suchst. Schließlich suggerieren Gesten dieser Art auch ein besonderes Maß an Vertrauen, Geborgenheit und Zuneigung. Auch hier sind es eher vermeintlich banale Situationen, in denen du deinem Partner dieses Gefühl vermitteln kannst. Wenn er oder sie beispielsweise auf dem Sofa sitzt und die Lieblingsserie anschaut, kannst du dich durchaus einfach mal völlig unvermittelt dazu gesellen und den Arm um sie legen bzw. dich an ihn herankuscheln.

Auch und vor allem, wenn dir die Serie selbst gar nicht gefällt. Wenn er oder sie das nämlich weiß, macht es die Geste umso wertvoller, denn schließlich ist auf diese Weise klar, dass nicht die Geschehnisse im TV, sondern der Partner der Grund dafür sind, weshalb du dich dazu setzt oder legst. Auch während ihr beispielsweise in der Stadt unterwegs seid und an einem Schaufenster stehen bleibt, darfst du ihn oder sie gerne mal von hinten umarmen, während ihr gemeinsam die Auslage bestaunt. Diese vermeintlich kleine und banale Geste wird nur allzu oft vernachlässigt, weil sie eben leider als genau das angesehen wird – klein und banal.

Tatsächlich aber sagt sie eine ganze Menge aus. Du zeigst deinem Partner hier in aller Öffentlichkeit, dass er bzw. sie zu dir gehört und du seine oder ihre Nähe genießt, womit du ungefiltert deine Loyalität und Liebe beweist. Und zwar in der Öffentlichkeit, sodass es jeder sehen kann. Eine solche Geste unter diesen Umständen könnte kaum bedeutungsvoller sein. Nutze also immer mal wieder die Gelegenheit, deinen Partner zu umarmen, dich an ihn zu kuscheln oder dergleichen. Was auf den ersten Blick vielleicht nicht von Bedeutung sein mag, entfaltet im Kopf deines Partners jedoch eine enorme Wirkung.

Flirte mit deinem Partner

Flirten ist zweifelsohne eine besonders spannende und prickelnde Sache. Leider jedoch gehen Flirts im Laufe der Beziehung oftmals sehr schnell verloren. Im Schatten des Alltags wird von dieser Art der knisternden Konversation kaum noch Gebrauch gemacht. Dabei gibt es keinen Grund, das Flirten einzustellen. Schließlich ist der Flirt ein wesentliches Element der Verführungskunst. In der heutigen Zeit helfen die technischen Mittel sogar, deinen Partner mit derlei Signalen zu beglücken.

Warum schreibst du deinem Schatz also nicht einfach mal eine Nachricht, während er oder sie bei der Arbeit ist und kokettierst damit, was ihn oder sie zuhause erwartet? Es kann allerdings auch sehr viel subtiler sein. Manchmal reicht schließlich schon ein bestimmter Blick. Erinnere dich daran, wie ihr das in eurer Kennenlernphase gehandhabt habt und versetze dich zurück in diese Zeit. Dein Partner wird wieder den Eindruck bekommen, von dir geliebt und begehrt zu werden.

Fazit

Es gibt letztlich eine ganze Menge Möglichkeiten, deinem Partner deine Liebe zu beweisen und oftmals kannst du schon mit kleinen Maßnahmen eine große Wirkung erzielen. Besinne dich auf eure Anfänge und du wirst nahezu alle Antworten erhalten, die nötig sind, um deinem Partner zu signalisieren, dass du ihn nach wie vor liebst.


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