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Mit roten Rosen zum ersten Date?

Die Aufregung ist groß vor dem ersten Date, das kennt jeder von uns. Wir wollen alles richtig machen, unseren vielleicht künftigen Partner für uns gewinnen und überzeugen. Manch einer denkt sogar an ein Geschenk für die Frau seiner Wahl. Aber sind rote Rosen das geeignete Mitbringsel zum ersten Treffen?

Rote Rosen zum ersten Date

Die Symbolik der Rose

Eines gleich vorweg: Die rote Rose hat eine hohe Symbolkraft. Die sogenannte Königin der Blumen steht schon seit Jahrtausenden für Liebe, Jugendlichkeit und Freude. Wer sie verschenkt, sagt der/dem Beschenkten ganz klar: Ich liebe Dich! Man(n) sollte sie also niemals leichtfertig verschenken, sondern nur dann, wenn man sich seiner Gefühle wirklich sicher ist. Falls Du das jetzt liest und denkst, warum habe ich eigentlich nie ein Date, dann bekommst Du hier wertvolle Tipps, wie man selbstbewusst eine Frau anspricht.

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Aber die rote Rose hat auch eine wehrhafte Seite - ihre Dornen. Auch sie haben in der Liebe eine Symbolik: Die Dornen stehen für die Schmerzen, die mit der Liebe verbunden sein können. Zum Beispiel dem Liebeskummer, den jeder von uns schon einmal leidvoll erfahren hat. Sie stehen aber auch für die Arbeit, die mit einer dauerhaft liebevollen Verbindung von zwei Menschen, die sich gefunden haben, verbunden ist.

Was die Zahl der Rosen aussagt?

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Auch die Anzahl der verschenkten Rosen hat eine klare Aussage, über die sich der Schenker vorher Gedanken machen sollte:

Die Aussage einer einzelnen verschenkten Rose bedeutet unmissverständlich: Ich liebe Dich!

Eine kleine Geschichte der roten Rose

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Es gibt zahlreiche Mythen, die sich um die Entstehung der Symbolkraft der roten Rose ranken. Eine dieser Mythen hängt mit den Ursprüngen des Valentinstages zusammen. Der römische Kaiser Claudius II. verbot im 3. Jahrhundert nach Christus jungen Soldaten die Eheschließung. Er glaubte, dass sich die jungen Männer so ausschließlich der Kriegsführung widmen und durch nichts abgelenkt würden. Der katholische Priester Sankt Valentin setzte sich über das Verbot hinweg und vermählte junge Soldaten heimlich mit ihren Geliebten.

Eine Tages erfuhr der Kaiser davon und ließ Valentin in den Kerker werfen, wo er auf seine Hinrichtung wartete. Der dem Tode geweihte soll sich in seinen letzten Tagen in die Tochter des Kerkermeisters verliebt haben. Als Zeichen seiner Liebe soll er der Angebeteten kurz vor seiner Hinrichtung eine Rose zukommen haben lassen. Seither gilt die roten Rose als Zeichen leidenschaftlicher Liebe - so zumindest eine Geschichte.

Farbliche Alternativen und ihre Bedeutung

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Dunkelrote Rosen stehen für eine intensive und bedingungslose Leidenschaft, ein helleres und etwas frischeres Rot dagegen für eine moderatere Aussage. Alternativ könnt ihr euch auch für rosafarbige Rosen entscheiden. Sie sprechen für einen etwas zurückhaltenderen Ausdruck der Zuneigung oder Bewunderung. Sie lässt eurem gedateten Herzblatt etwas mehr Spielraum in der Interpretation und ist nicht gleich ganz so gewichtig für den Anfang. Rosa Rosen sind deshalb unter frisch Verliebten beliebt, die sich die Symbolik einer roten Rose lieber für einen späteren Zeitpunkt aufsparen - es muss ja noch eine Steigerung geben.

Und dann gibt es da noch die weiße Rose. Dabei werden die meisten unter euch wohl sofort an die gleichnamige studentische Widerstandsgruppe gegen Hitler denken. Die Geschwister Hans und Sophie Scholl wählten den Namen mit Bedacht, als Symbol für Toleranz und Humanität in einer dunklen Zeit voll Hass und Gewalt während der Nazidiktatur. Mit ihren Flugblättern stellten sie ich gegen das menschenverachtende Regime und wurden beide nach ihrer Ergreifung, zusammen mit mehreren anderen Mitgliedern der Weißen Rose, 1943 hingerichtet.

Die weiße Rose in der Liebe

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Neben dieser relativ jungen Interpretation hat die weiße Rose aber auch ihre Bedeutung für Liebende. In der griechischen Mythologie gilt sie sozusagen als Vorgänger der roten Rose. Nach der Legende wurde Adonis, Gott der Schönheit, auf der Jagd von einem Wildschwein gefährlich verletzt. Als Aphrodite, Göttin der Liebe, davon erfuhr, war sie zutiefst bestürzt. Sofort eilte sie ihrem heimlichen Geliebten im Wald zur Hilfe. In ihrer Hast verletzte sie sich an einem dornigen Rosenbusch. Ihr Blut tropfte auf die Blüten der weißen Rosen und die färbten sich rot.

Die weiße Rose steht für Unschuld, Reinheit und Entsagung. Sie ist ein Symbol für ewige Treue sowie einer lang andauernden Liebe, wie sie Aphrodite mit ihrem Ehemann Hephaistos hatte.

Die rote, quasi befleckte, Rose steht im Gegensatz dazu eher für die leidenschaftliche und körperliche Liebe - zumindest in der griechischen Mythologie. Wer also nicht ganz so leidenschaftlich gleich beim ersten Date wirken will, greift vielleicht besser zur etwas unverfänglicheren weißen Rose.

Fazit

Ein wenig ist es eine Grundsatzfrage, ob ihr bereits zum ersten Date mit eurem Herzblatt eine oder gar mehrere rote Rosen mitbringen solltet. Grundsätzlich gilt aber gerade bei der ersten realen Begegnung mit der oder dem Angebeteten: weniger ist mehr. Denn immerhin lernt ihr euch ja gerade erst kennen und manch einer/eine fühlt sich vielleicht eher überfordert von so viel emotionaler Symbolik. Hört am besten in euch hinein und entscheidet dann aus dem Bauch heraus.

Mehr als eine rote Rose sollte es beim ersten Date keinesfalls sein - das wäre zu viel. Und vielleicht könnt ihr euch ja auch mit einer etwas weniger symbolträchtigen Farbe anfreunden, jetzt wo ihr die feinen Unterschiede kennt. Jedenfalls good luck für euer Date. Falls ihr noch keines habt, findet ihr hier vielleicht den künftigen Traumpartner.


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