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Neue Hürden für Kryptowährungen in Deutschland: Das steckt dahinter

Diese Meldung ist in der Szene wie eine Bombe eingeschlagen. Die BaFin denkt über neue Regeln zur Regulierung von Kryptowährungen nach und die Bundesregierung ist laut it-finanzmagazin.de nun mitgezogen. Ist das Ende von Bitcoin und Co. nun eingeläutet? Was müssen Anleger künftig beachten und wie könnte die Regulierung im Einzelfall aussehen?

Kryptowährungen-in-Deutschland
Kryptowährungen in Deutschland

Abbildung 1: Bald weitere Regulierungen für Kryptowährungen in Deutschland? Was bedeutet das für Anleger? Bildquelle: Sabine [email protected] kredite.org / Unsplash.com

Anti-Money-Laundring (AML) - was ist das denn?

Die von der BaFin anvisierten Änderungen bei den AML Vorschriften würden zwar Kryptowährungen treffen, an Derivaten allerdings vorbeigehen.

Doch wofür steht die Abkürzung eigentlich?

AML bedeutet Anti-Money-Laundring, was sich mit Anti-Geldwäsche übersetzen lässt. Darin stecken Maßnahmenpakete, mit denen die Regierungen Geldwäsche bekämpfen – etwa durch Mafia oder Clans. Zu den AML Vorschriften gehören unter anderem Anforderungen an Banken und Zahlungsdienste, dass Gelder nur im Rahmen bestimmter Zahlungskanäle zwischen Konten bewegt werden dürfen. Oder jeder Bankkunde beim Abschließen eines Vertrags seine Identität offenzulegen hat.

Was bedeutet das letztendlich für die Kryptowährungen?

Ab 2020 wird es ernst: Lizensierungspflicht rückt näher

2018 eingeführt, zündet im Jahr 2020 die nächste Stufe der AML Richtlinien. Dann müssen die Regeln in nationales Recht integriert werden. Heißt für die Kryptowährungen im Klartext: Deutschland strebt eine verpflichtende Vorgabe an, nach der sich die:

  • Anbieter von Kryptowährungs-Tauschgeschäften
  • Anbieter von Wallets

lizenzieren lassen müssen. Kryptowährungs-Tauschgeschäften bedeutet in diesem Zusammenhang den Tausch der Krypto-Assets in andere Währungen. Ein Beispiel ist der Tausch von Bitcoin (Lesen Sie Indien verbietet Kryptowährungen) in Euro.

Sind alle Kryptowährungen betroffen?

Video: Wer mehr über mögliche Regulierungstendenzen zu Bitcoin und Co. erfahren möchte, sollte sich das Video anschauen.

In der Krypto-Szene ist die Aufregung angesichts solcher Neuigkeiten erwartungsgemäß sehr groß. Bevor hier allerdings ein falscher Eindruck entsteht: Die Regulierungsbehörden tritt nicht direkt an die Stiftungen und Entwickler der Krypto-Assets heran.

Vielmehr hat es die BaFin an dieser Stelle auf Kryptobörsen und Betreiber von Krypto-Wallets abgesehen. Als Verwahrstellen sollen diese unter anderem in das KWG (Kreditwesengesetz) aufgenommen werden.

Eine Tatsache, für Entwickler der Kryptowährungen das Ganze entspannen dürfte. In helle Aufregung versetzen die News dagegen alle Start-Ups, welche sich die Entwicklung neuer Wallets oder Tauschbörsen auf die Fahnen geschrieben haben. Heißt im Umkehrschluss: Die BaFin hat es weniger auf die Kryptowährungen selbst, sondern die Peripherie rund ums Trading abgesehen.

Was bedeutet das für Investoren?

Bill Gates

„Bitcoin ist eine technologische Tour de Force.“

Wer sich für den Handel mit Krypto-Assets in der Vergangenheit interessiert hat, konnte bisher relativ ungestört auf den Tauschbörsen seinen Geschäften nachgehen. Ein Grund: Deren Betreiber waren keinen strengen gesetzlichen Regeln unterworfen.

Mit einer Änderung der AML nach deutschem Ansinnen würden die Betreiber sehr viel strenger mit ihren Nutzern umgehen müssen. Auf der anderen Seite bedeutet dies aber auch mehr Vertrauen in die Branche.

Informationen sind alles

Krypto-Assets traden heißt, sich mit deren Wertentwicklung intensiv beschäftigen zu müssen. Portale wie Jetztcoinskaufen.de helfen dabei, auf dem Laufenden zu bleiben und sich ein gewisses Basiswissen anzueignen.

Bisher sind Bitcoin und Co. keine alltäglichen Zahlungsmittel – auch wenn sie seit einigen wachsende Akzeptanz erfahren. Letztlich regelt an den Kryptobörsen kein intrinsischer Wert die Preise. Es geht nur um:

  • Angebot und
  • Nachfrage

Auf die Kurse Einfluss haben vor allem Fundamentaldaten – etwa der Beschluss neuer Regulierungen oder das Schließen von Kryptobörsen. Aus diesem Grund ist es fast unerlässlich, als Anleger in diesem Bereich stets auf dem Laufenden zu bleiben.

Kursvolatilität ist das Wesen der Kryptowährungen

Schwankungen gehören zum Handel mit Finanzprodukten – egal, ob Anleihen, Aktien oder Derivaten und Futures – einfach dazu. Kryptowährungen machen an dieser Stelle natürlich keine Ausnahme. Wodurch macht sich diese Schwankung bemerkbar?

Wie bereits angesprochen, sind es besonders äußere Einflüsse. Die Kursrallye 2017 ist in weiten Teilen auf die große Nachfrage zurückzuführen. Jeder Trader hatte auf immer weiter steigende Kruse gehofft. Der plötzliche Ausverkauf durch anfängliche Gewinnmitnahmen zeigte auf eindrucksvolle Weise, dass die Liquidität im Markt mit den klassischen Devisenmärkten noch nicht mithalten kann.

Die Volatilität scheint sich jedoch aktuell wie ein roter Faden durch die Geschichte der Kryptowährungen zu ziehen, wie die folgenden Kursentwicklungen zeigen:

Schwankungen bei Kryptowährungen

Tabelle 1: Schwankungen bei Kryptowährungen in den letzten beiden Jahren, Quelle: Finanzen.net

Investieren, aber richtig!

Geld anlegen will gelernt sein. Dieser Grundsatz muss zu einem Mantra werden. Richtig investieren heißt, sich über den Anlagehorizont im Klaren zu sein. Krypto-Assets sind in erster Linie ein spekulatives Anlagegeschäft. Es geht für viele Händler einzig und allein darum, mit Kursgewinnen Geld zu verdienen. Oder über einen CFD von einer Short-Position zu profitieren. Langfristiges Halten ist aktuell eher etwas für Enthusiasten, die den Krypto-Assets – trotz allem – eine goldene Zukunft prophezeien. Trotzdem nimmt die Diversität unter den Anlegern immer weiter zu.

Bye, bye: Wandern deutsche Kryptowährungen ab?

Kritiker der neuen AML prophezeien das Abwandern von Start-Ups. Wird es soweit kommen? Entscheidend dürfte unter anderem sein, wie sich der Rest der EU verhält. Ziehen andere Staaten nach, negiert sich der Standortnachteil.

Auf den zweiten Blick doch positiv? Regulierung als Pluspunkt

Auf der anderen Seite ist die Regulierung aber auch ein Pluspunkt. Durch die Aufsicht wird es für unseriöse Marktteilnehmer sehr viel schwieriger, sich am Markt zu behaupten. Die neuen AML Regeln müssen kein Standortnachteil sein. Wichtig wird, wie die Regulierung „handwerklich“ gestrickt ist.

Fazit: Neue Regeln sind Fluch und Segen

Seitens der Bundesregierung sind neue Regeln im Umgang mit Krypto-Assets geplant. Wie die BaFin verlauten lässt, geht es hier in erster Linie um Verwalter von Kryptogeld und Tauschbörsen. Die Währungen selbst sind nicht betroffen. Trotzdem löst das Ganze einen Aufschrei aus. Befürchtet wird, dass Start-Ups wegsterben oder abwandern. Aktuell haben die Regulierungspläne tatsächlich ein verheerendes Potenzial. Besonders, wenn der Rest der EU nicht nachzieht, wandern die Unternehmen ab. Sofern es eine gesamteuropäische Lösung geben wird, dürften die Unternehmen in Deutschland bleiben.

Tipp für Anleger: am Ball bleiben und beobachten!

Wer sein Geld in Kryptowährungen investiert, sollte die Entwicklung genau im Blick behalten und frühzeitig gegensteuern. Eventuell lassen sich durch geschickte Platzierungen sogar einige Schwankungen gewinnbringend nutzen. Ein Ende der Kryptowährungen ist jedoch nicht zu befürchten. Dafür ist die Technologie insgesamt zu revolutionär und die Idee zu stark!


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