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Schwiegermutter steht vor der Tür – So vermeidest du Konflikte

"Meine Schwiegermutter ist ein Engel!", "Hast du ein Glück. Meine lebt noch!" Das ist nur einer von unzähligen Schwiegermutterwitzen, die sich nicht nur Verheiratete gern erzählen. Dass es sie überhaupt gibt, ist einer weniger humoristischen Tatsache geschuldet. Schließlich sorgt die Schwiegermutter in zahlreichen Beziehungen für Stress und Streit. Die Gründe dafür sind vielfältig. Damit der nächste Besuch von Schwiegermama nicht wieder zum Desaster wird, erfährst du in diesem Artikel, wie du einen Konflikt vermeiden kannst.

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Sagenhafte 60 Prozent aller Schwiegermütter und Schwiegertöchter bezeichnen ihre Beziehung als schwierig bis problematisch. Das liegt nicht allein am Altersunterschied, sondern hat natürlich mit dem Partner zu tun, den sich Schwiegerverwandte nun mal teilen müssen. Die konkreten Gründe für den legendären Zwist mit der Schwiegermutter sind vielfältig und oft eine Kombination verschiedener Auslöser: Eifersucht, Besserwissen, Fürsorge und Überempfindlichkeit sind nur einige Beispiele.

Im Grunde geht es bei den Streitigkeiten oft um dasselbe: Während sich das junge Paar nicht ernst genommen und häufig überwacht fühlt, fühlen sich die Eltern vernachlässigt oder gar zurückgewiesen. Echte Harmonie herrscht selten. Oft wird das, was die eine Partei an der anderen stört, nicht ausgesprochen. Stattdessen wird unterschwellig kommentiert. Meist genügen bereits kritische Blicke. Die Stimmung bei Treffen ist angespannt.

Schwiegermütter haben Angst ihre Söhne zu verlieren

Um zu verstehen, warum das Thema Schwiegermutter so ein vorurteilbehaftetes Streitthema ist, hilft es sich in beide Seiten hineinzuversetzen. Findet der Sohn eine neue Partnerin, dann verbringt er logischerweise mehr Zeit mit ihr, bis sie sogar irgendwann zusammenziehen. Einige Eltern – insbesondere eben Mütter – haben hier schon das Gefühl ihren Sohn zu verlieren. Zudem stellen sie fest, dass es in der Beziehung anders läuft als bei ihnen zu Hause.

Wichtig: Die beiden Partner bringen nicht selten unterschiedliche Wertvorstellungen, Normen, Regeln und auch Ideale in die Partnerschaft. Sie haben genug damit zu tun ihren eigenen Weg zu finden, müssen Kompromisse schließen und machen vieles anders, als zu Hause. Das wird von Schwiegermüttern kritisch beäugt. Sie üben Kritik, zunächst verpackt in scheinbar gut gemeinten Ratschlägen, die von der Gegenseite – insbesondere der Partnerin des eigenen Kindes – aber häufig als Kränkung empfunden wird.

Nachwuchs befeuert Schwiegermutterzwist häufig

So richtig los geht der Streit dann, wenn sich der Nachwuchs ankündigt. Jetzt gründet sich endgültig eine neue Familie und so manche Schwiegermutter schaltete in den Turbomodus, um nicht vergessen zu werden. Das Paar richtet seine volle Aufmerksamkeit auf das Kind und muss sich in die neue Situation erst einmal einfinden und einen gemeinsamen Erziehungsstil entwickeln. Schwiegermütter mischen sich dabei gern mit ungefragten Erziehungstipps ein. Manche von ihnen können es schlicht nicht ertragen, dass die Bindung zur eigenen Familie plötzlich größer ist als zu ihnen selbst. Sie betrachten den Partner gar als Feind, der genau für diesen Umstand verantwortlich ist.

 

Häufig ist diese vergiftete Atmosphäre für alle Beteiligten schwieriger zu ertragen als offene Kritik. Der Besuch der Schwiegermutter wird zum gefürchteten Ereignis, statt zur freudigen Begegnung. Wenn Schwiegertochter und Schwiegermutter dann auch noch aus verschiedenen Kulturen stammen, ist das Chaos perfekt.

5 Tipps für den Umgang mit der Schwiegermutter

Um die Beziehung zu entspannen oder zumindest nicht zur Belastung für die eigene Person werden zu lassen, gibt es folgend ein paar einfache Verhaltenstipps.

Wie bei allen Konflikten ist Kommunikation die wichtigste Maßnahme, um diese zu entschärfen. Aber gute Kommunikation will gelernt sein. Zumal am Schwiegermutterkonflikt gleich mehrere Kommunikatoren beteiligt sind. Als Erstes sollte Einigkeit mit dem Partner bestehen. Beide sollten an einem Strang ziehen und die gleiche Sprache sprechen. Deshalb steht die Kommunikation auf der Paarebene an erster Stelle. Wenn einer von beiden Schwierigkeiten mit der Mutter des anderen hat, dann sollte das kein Geheimnis bleiben sondern offen angesprochen werden. Nur Probleme über die man spricht, können auch gelöst werden.

Letztlich gilt das auch in der direkten Beziehung zur Schwiegermutter. Sollte sich herauskristallisieren, dass diese bei jedem Besuch etwas zu meckern hat oder sich kontinuierlich in die Paarbeziehung oder Kindererziehung einmischt, dann muss das früher oder später angesprochen werden. Auch hier gilt es an einem Strang zu ziehen: Beide Partner sollten das Problem gemeinsam ansprechen und eine einheitliche Stellung beziehen. Kommunikation hinter dem Rücken des anderen führt nur zu noch mehr Konflikten. Außerdem haben die Kinder der Schwiegermutter oft weitaus mehr Einfluss auf sie als die Schwiegerkinder.


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