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So überwindest du als Mann die Midlife Crisis

Männer und Frauen geraten in ihrer Lebensmitte unterschiedlich schwer in die sogenannte „Midlife Crisis“. Dabei lassen es Männer häufig noch viel mehr „krachen“ als Frauen. Worum es sich bei der Krise handelt, anhand welcher Symptome du erkennst, ob du betroffen bist und wie du die Krise überwinden kannst, zeigen wir dir hier.

Was ist die Midlife Crisis?

Dabei handelt es sich um eine Art Unwohlsein oder eine sogenannte „psychische Belastung“. Sie ist allerdings ein wenig unspezifisch, da es sich ja nicht um eine Krankheit handelt. Allerdings kann die Unzufriedenheit, häufig verbunden mit Selbstzweifeln und einer Sinnkrise, bis zu einer schweren Depression führen.

Je nach den individuellen Lebensumständen erwischt diese Krise Männer und Frauen gleichermaßen in ihrer ungefähren Lebensmitte. Also meist zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr. Wie schwer die Krise ist und wie lange sie dauert, ist individuell unterschiedlich und lässt sich nicht pauschal vorhersagen.

Bei Männern wird diese Krise meist damit in Verbindung gebracht, dass sie sich  erneut auf Partnersuche begeben und eine erheblich jüngere Partnerin wählen. Das erhöht den Selbstwert und die Männer fühlen sich bestätigt. Allerdings kommen sie auch mit der neuen Partnerin bald in den früheren Trott und dann können sie die neue Partnerin nochmals austauschen …

Was sind die Auslöser dieser Krise?

Auslöser ist vor allem die veränderte psychische Wahrnehmung. Du fühlst dich alt und unglücklich und deine körperliche Veränderung bereitet dir sorgen. Also kommt auch das subjektive Gefühl der Unattraktivität noch hinzu. Die Krise ist hausgemacht, denn sie beginnt vor allem im Kopf und äußert sich bei jedem Mann anders.

Ein weiterer Grund für den Beginn der Krise sind die körperlichen Veränderungen, die durch den immer niedriger werdenden Testosteronspiegel ausgelöst sind. Du bekommst Falten und graue Haare – oder eine Glatze. Und auch die Figur wird schnell fülliger. Nervig ist auch, dass ab dem 40. Lebensjahr sich langsam die Potenz aber auch die Lust verabschieden.

Auch die äußeren Umstände, Todesfälle im Freundes- und Familienkreis, die Pflegebedürftigkeit der Eltern oder Ähnliches können dir deine eigene Vergänglichkeit schmerzhaft vor Augen führen.

Was sind die Symptome dieser Krise?

Zunächst einmal kommen wir zu den Symptomen, die sich körperlich bemerkbar machen. Sie sind übrigens ähnlich wie die der Frauen:

  • Mangelnde Fitness
  • Erektionsprobleme (keine Lust)
  • Gelenkbeschwerden wegen geringerer Knochendichte
  • Gewichtszunahme
  • Konzentrationsschwäche
  • Muskelabbau
  • Nervosität

Wie äußert sich die Krise auf psychischer Ebene?

Die Krise macht sich nicht nur optisch bei dir bemerkbar und zerstört dein Selbstvertrauen beim Blick in den Spiegel, sondern es gibt auch Auswirkungen auf die Psyche. Und genau an diesen Punkten musst übrigens ansetzen, wenn du deine Krise überwinden willst!

Zunächst zeigen sich Selbstzweifel

Du bewertest deine Situation im Job und in der Beziehung, auch deine Wohnsituation. Ist das alles richtig, so wie es ist? Bist du da angekommen, wo du im Leben hin wolltest? Häufig zeigt sich hier, dass du im Gespräch mit dir selbst feststellst, dass du nicht gut genug bist. Und zwar nicht gut genug für dich selbst. Denn du hast nicht in allen Bereichen das erreicht, was du eigentlich wolltest und kannst es nicht nachholen, weil dein Leben bereits zur Hälfte vorbei ist.

Aus den Selbstzweifeln resultiert der Vergleich mit anderen

Da du unzufrieden mit dir bist, ziehst du Freunde, Kollegen oder Verwandte, vielleicht sogar Nachbarn als Vergleich heran. Dein Bruder hat dies und jenes erreicht und ist reich? Dein Nachbar war mit dir in derselben Schule, hat aber einen viel höheren Karrieresprung hingelegt? Der Kollege, der erst letztes Jahr in die Firma gekommen ist, ist jetzt dein Vorgesetzter? Warum die und nicht du? Dieser Vergleich zieht dich nur weiter runter!

Deine Unzufriedenheit wächst

Du zweifelst an dir selbst, alle anderen haben mehr erreicht? Also das macht dich jetzt nicht besonders glücklich. Stattdessen bist du unzufrieden und grummelig. Vielleicht sogar aggressiv gegenüber Freunden und Familie?

Burn-out bis zur Depression

Häufig kommen echte oder vermeintliche Burn-outs dazu. Du fühlst dich völlig am Ende und erschöpft. Dein Leben und deine Verantwortung gegenüber Familie, Job und dir selbst, sind sehr belastend und du hast das Gefühl, du schaffst das alles einfach nicht mehr. Schließlich bist du keine 20 mehr – und an der Stelle setzt das Gedankenkarussell wieder ein. Du bist alt, dein Leben ist fast vorbei …

Du bekommst Angst vor dem Alter

Nicht nur deine Lebensumstände gefallen dir nicht, sondern du bekommst auch Angst vor dem Alter. Du willst nicht faltig oder klapprig werden und falls du an deinen Eltern siehst, wie hart das Altern sein kann, hast du darauf keine Lust. Aber du wirst leider nicht drum herum kommen. Und das erzeugt einen Angstspirale, die bei machen sogar eine Panikattacke auslösen kann.

Der Pessimismus wächst: Du bist der Situation hilflos ausgeliefert

Nun stellt sich das Gefühl ein, dass du der gesamten Situation völlig hilflos ausgeliefert bist. Du kannst nichts dagegen tun, wirst weiter verfallen und sterben. Es wird auch künftig weiterhin bergab gehen und es gibt keine Rettung für dich. Diese Einstellung ist natürlich sehr kontraproduktiv. Aber die Annahme, der ganzen Sache völlig ohnmächtig zusehen zu müssen, ist ein weiteres Symptom der Krise.

Welches Verhalten legen Männer in der Krise an den Tag?

Hier tauchen nur einzelne oder alle Verhaltensweisen auf:

  • Trennung vom Partner
  • Neue, jüngere Partnerin
  • Rückzug von Freunden und Familie
  • Kündigung der Arbeitsstelle
  • Neue Hobbies oder auch völliges Desinteresse an allem
  • Neuer Kleidungsstil, eventuell ein neues, „junges“ Auto
  • Allen beweisen wollen, wie jung man ist

Dabei können die Männer dann ständig gereizt, unzufrieden, wütend oder traurig sein. Sie werden versuchen, sich in Fitnessprogramme zu stürzen, sich jugendlich zu kleiden, suchen vielleicht jüngere Freunde und eine jüngere Partnerin. Und all das, um vermeintlich den eigenen Alterungsprozess aufzuhalten. Was aber leider nicht klappt, also kannst du dir das gleich aus dem Kopf schlagen.

Welche Probleme hast du während der Krise mit dir selbst?

Als Mann bist du der „Macher“ und willst alles alleine regeln. Daher vertraust du dich womöglich niemandem an und verrennst dich so lange in der Krise, bis du depressiv wirst. Daher ist es eine gute Idee, wenn du dich öffnest und dich deiner Partnerin oder einem Freund anvertraust. Das könnte dir neue Perspektiven bringen!

Dein Körper verändert sich und sieht nicht mehr aus wie mit 20. Das geht aber allen so. Nur könnte es sein, dass es sich bei dir zu einem Jugendwahn auswächst. Haare färben, Fitnessprogramm und Beauty-Doc sind zwar eine Lösung, aber in Würde zu altern wäre auch eine Option!

Dein Job ist auch so eine Sache. Vermutlich hast du mit Ü40 schon dein Karriereziel erreicht oder es ist in unerreichbare Ferne gerückt. Beides ist schlecht, denn es führt für dich zu einem Stillstand, der dich unglücklich macht. Hier könnte es helfen, neue Ziele zu definieren!

Ist Älterwerden für dich tatsächlich eine Katastrophe?

Es gibt keinen ultimativen Trick, mit dem du deine Jugend zurückholen kannst. Leider tickt die biologische Uhr ausnahmslos für jeden Menschen. Wenn du weniger Zeit darauf verwenden würdest, das Älterwerden zu bejammern oder einem Jugendwahn nachzulaufen, hättest du mehr qualitative Lebenszeit. Jedes Alter hat seinen besonderen Reiz. Du hast im Leben etwas erreicht und kannst dir jederzeit neue Ziele setzen. Versuch, in der Sinnkrise eine Chance zu sehen!

Denn sobald dir bewusst ist, dass du in deinem Leben unzufrieden bist, ist das doch die optimale Chance, dieses Problem jetzt bewusst anzugehen, oder? Viele Punkte sind dir sicherlich bereits bei der vorangegangenen Aufzählung bewusst geworden. Vielleicht hast du dich bereits genau so gefühlt oder genau so gedacht? Diese Knackpunkte solltest du dann jetzt angehen und verändern.

Dein Weg aus der Krise

Dafür haben wir dir einige Tipps zusammengestellt. Bei jedem ist die Lage anders, daher können wir dir keine individuellen Ratschläge für deine Situation geben. Aber das grundsätzliche Vorgehen ist dabei für jeden Mann dasselbe.

Die Chance in der Krise erkennen – der Kurzcheck

Bevor wir uns die Punkte ausführlicher anschauen, haben wir dir hier eine 3-Punkte-Liste zusammengestellt, die dich aus der Krise führen kann. Die drei elementaren Punkte, die du in deinem Leben ändern musst, kannst du so am besten angehen:

  • Soll-Ist-Vergleich. Deine Lebensbilanz: Welche Ziele hattest du und welche davon sind bereits erreicht? Alle, die noch offen sind, solltest du – sofern möglich – jetzt angehen.
  • Unzufriedenheit bekämpfen: Warum genau bist du unzufrieden? Stelle die Punkte fest, die dir nicht gefallen, dann kannst du daran gehen, sie zu ändern.
  • Dein Alltag langweilt dich?: Raus aus der Routine mit neuen Ideen, Hobbies oder Plänen.

Unsere Tipps für deinen Weg aus der Krise

Auch wenn es individuelle Unterschiede in jedem Leben gibt, helfen dir doch unsere allgemeinen Tipps weiter.

Erkenne, dass du in der Krise steckst

Zunächst einmal muss dir bewusst werden, dass du überhaupt in der Midlife Crisis steckst. Ansonsten kann auch nicht der Wunsch auftauchen, die Situation zu verbessern.

Positives Denken hilft

Solange du dir ständig vor Augen führst, was in deinem Leben nicht funktioniert, dir nicht gefällt oder dir noch fehlt, kommst du nicht weiter. Stattdessen zieht sich die Schlinge um deinen Hals immer enger zu. Daher hilft dir eine große  Portion positives Denken weiter. Freilich ist es nicht so einfach, einen Schalter umzulegen und von Depression auf Freude umzuschalten. Doch du kannst dies mithilfe verschiedener Techniken wie Meditation oder Affirmationen erreichen. Das Leben ist noch nicht vorbei. Jeder wird älter. Du hast noch eine Menge Zeit, viel zu erleben!

Unzufrieden? Finde die Gründe für deine Krise!

Dein Leben ist noch nicht vorüber, du hast noch mindestens die Hälfte vor dir und es soll toll werden. Aber dafür musst du auch etwas tun. Zwar kannst du nicht alles nochmal auf Null setzen und im Kindergarten neu beginnen, aber du hast dennoch viele Möglichkeiten. Wenn du willst, schreib sie dir auf ein großes Blatt Papier. Manche erfassen Fakten lieber visuell als nur theoretisch, daher kann es durchaus Sinn machen.

Wo stehst du im Leben? Was wolltest du immer schon tun oder erreichen und welche Ziele kannst du von dieser Liste abhaken? Überlege dir für die offenen Punkte, wie du sie am besten angehst. Das kann beispielsweise ein Wechsel im Job sein (innerhalb deiner Firma oder in ein neues Unternehmen, aber auch in die Selbstständigkeit). Vielleicht willst du auch eine andere Wohnung? Hier kannst du die Eckdaten deines Lebens völlig neu festlegen.

Freu dich auf die Zukunft & erkenne deine Möglichkeiten!

Wenn du beginnst, deine Zukunft neu zu planen, um die Gründe für die Krise zu beheben, dann arbeite daran, immer neue und weitere Möglichkeiten zu finden. Falls sich ein bestimmter langgehegter Wunsch aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr erfüllen lässt, dann lass dich zu etwas Ähnlichem inspirieren.

Alle Möglichkeiten stehen dir offen! Du musst nur sorgfältig darüber nachdenken, dich vielleicht im Internet inspirieren lassen und dann die Tage bis zur Umsetzung der Pläne zählen. Hab keine Angst davor, dass dir jeder Tag 24 Stunden Lebenszeit verloren gehen, sondern freue dich auf den Ausflug  nächste Woche, den Urlaub in 6 Monaten und so weiter.

Sei aktiv und umtriebig!

Du solltest nicht unglücklich zu Hause sitzen, sondern rausgehen, Freunde treffen und vor allem: Sport treiben. Sport beugt diversen Krankheiten vor und kann außerdem die Psyche stärken und dein Wohlbefinden erhöhen. Sport an der frischen Luft ist gesund und lenkt dich hervorragend von deinen Problemen und deiner Unzufriedenheit ab.

Such dir Rat bei Freunden, Familien oder Therapeuten

Männer sind häufig zu stolz und schämen sich dafür, jemanden um Hilfe zu bitten. Sie wollen zeigen, wie tapfer sie sind und dass sie alles im Griff haben. Allerdings musst du von diesem Grundsatz besonders dann abweichen, wenn du schon tief in der Krise steckst. Du bist dann meist einfach zu verbohrt, um naheliegende Lösungen zu sehen. Und deine Freunde oder Familie, die dich gut kennen, können deine individuelle Lebenssituation gut einschätzen. Dementsprechend können sie dir auch die besten und passendsten Tipps geben.

Wenn dir das trotzdem unangenehm ist, dann kannst du auch zu einem Psychologen oder zu einem Coach gehen. Auf jeden Fall brauchst du dich nicht dafür zu schämen, wenn du eine Therapie in Anspruch nimmst. Hauptsache, du siehst anschließend wieder positiv in die Zukunft.

Übrigens: Deine medizinischen Probleme (wie beispielsweise Müdigkeit oder auch Erektionsstörungen) kann dein Hausarzt prüfen und Abhilfe schaffen!


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