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Was ist der weibliche Ödipuskomplex?

Der Elektrakomplex ist ein psychoanalytischer Begriff, der verwendet wird, um das Wettbewerbsgefühl eines Mädchens mit seiner Mutter um die Zuneigung ihres Vaters zu beschreiben. Der Elektrakomplex bei Frauen ist also vergleichbar mit dem Ödipus-Komplex bei Männern.

Wie sieht der Ödipuskomplex bei einer Frau aus

Was ist der weibliche Ödipuskomplex?

Laut Freud ist während der psychosexuellen Entwicklung von Frauen ein junges Mädchen zunächst an ihre Mutter gebunden. Wenn sie entdeckt, dass sie selbst keinen Penis besitzt, wendet sie sich mehr ihrem Vater zu und beginnt, sich gegenüber ihrer Mutter, die sie für den fehlenden Penis verantwortlich mach, aggressiver und abweisender zu verhalten. Die Auflösung des Elektrakomplexes führt letztendlich zur Identifikation mit dem gleichgeschlechtlichen Elternteil. Freud glaubte auch, dass ein Mädchen nur deshalb beginnt, sich stärker mit seiner Mutter zu identifizieren und ihr fortan nachzuahmen, weil es Angst hat, nicht mehr von ihr geliebt zu werden.

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Die Geschichte des Elektrakomplexes

Während der Begriff "Elektrakomplex" häufig mit Sigmund Freud in Verbindung gebracht wird, war es tatsächlich Carl Jung, der den Begriff im Jahr 1913 prägte. Der Begriff leitet sich aus dem griechischen Mythos von Elektra und ihrem Bruder Orestes ab, die ihre Mutter aus Rache am Tod des Vaters ermorden.

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Die Freundsche Psychologie und der Entwicklungsprozess

Nach der Freudschen Theorie besteht ein wichtiger Teil des Entwicklungsprozesses darin, sich mit dem gleichgeschlechtlichen Elternteil zu identifizieren. Während der verschiedenen Stadien der von Freud beschriebenen psychosexuellen Theorie der Entwicklung ist die sexuelle Energie eines Kindes jeweils auf verschiedene Zonen des Körpers fokussiert.

Wichtig: Wenn nun im Leben eines Kindes während einer dieser Phasen Probleme in der Entwicklung auftauchen, kann es zu einer Fixierung des Psyche des Kindes an diesem Entwicklungspunkt kommen. Eine Fixierung ist ein anhaltender Fokus auf ein früheres psychosexuelles Stadium. Freud glaubte, dass solche Fixierungen häufig zu Angstzuständen führten und eine Rolle bei Neurosen und Fehlanpassungsverhalten im Erwachsenenalter spielten.

Wie entwickelt sich der Elektrakomplex?

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Freud beschrieb den weiblichen Ödipuskomplex als die Sehnsucht einer Tochter nach ihrem Vater und die Konkurrenz zu ihrer Mutter. Die Tochter hat dabei den unbewussten Wunsch, ihre Mutter als Sexualpartnerin ihres Vaters zu ersetzen, was zu einer Rivalität zwischen Tochter und Mutter führt.

Es wird angenommen, dass sich der Elektrakomplex im phallischen Stadium der psychosexuellen Entwicklung im Alter von drei bis sechs Jahren entwickelt. Während dieser Zeit verbringen Töchter mehr Zeit mit ihren Vätern, flirten und praktizieren sexuelles Verhalten ohne sexuellen Kontakt. Freud gab jedoch zu, dass er weniger über das Sexualleben kleiner Mädchen als kleiner Jungen wusste.

Eine Reihe von Abwehrmechanismen spielen eine Rolle bei der Auflösung des Elektrakomplexes. Damit der Konflikt gelöst werden kann, muss ein Kind seine instinktiven Triebe und Wünsche aus seinem bewussten Gedächtnis erfolgreich verdrängen.

Der weibliche Ödipuskomplex in Beziehungen

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Eine moderne Form des Elektrakomplexes zeigt sich in den Eigenschaften, die eine Frau nach der Partnersuche bei ihrem zukünftigen Ehepartner oder Partner sucht. Meistens fühlen sich Frauen von Männern angezogen, die die eine oder andere Eigenschaft des eigenen Vaters haben, sei es in Bezug auf Aussehen, Gewohnheiten, Verhalten, Sprechweise, Sinn für Humor oder ein bestimmtes Talent. Die Tatsache, dass ein Mann eine Frau an ihren Vater erinnerst, erhöht häufig seine Chancen, die begehrte Position des Ritters in glänzender Rüstung einzunehmen.

Was ist mit sogenannten "Daddy Issues"?

Mit dem Begriff "Daddy Issues" wird in der heutigen Zeit viel um sich geworfen, aber die meisten Leute, die den Begriff benutzen, verstehen ihn falsch. "Daddy Issues" sind zu einem Sammelbegriff geworden, um fast alles zu beschreiben, was eine Frau in Bezug auf Sex und Beziehungen tut. Frauen zum Vorzeigegeschlecht für "Daddy Issues" zu machen, ist falsch und potenziell schädlich. In Wirklichkeit spielt es jedoch gar keine Rolle, welches Geschlecht jemandem bei der Geburt zugewiesen wurde oder wie jemand sich identifiziert. Die Beziehung zu den Eltern hat für jeden Menschen einen gewissen Einfluss darauf, wie er oder sie sich Beziehungen verhält. Wenn über "Daddy Issues" gesprochen wird, ist dies in vielen Fällen ein Weg, um die Bedürfnisse oder Wünsche einer Frau nichtig zu machen. Einige Leute benutzen den Begriff sogar, um Frauen zu entwürdigen.

Gibt es den Elektrakomplex wirklich?

Der Elektrakomplex ist in heutigen der Psychologie unter den meisten Experten nicht offiziell anerkannt. Es gibt keinen wissenschaftlichen Beweis für Jungs Theorie, und es ist unwahrscheinlich, dass zeitgenössische Psychiater den Elektrakomplex als Fenster verwenden, um die psychologische Entwicklung eines Erwachsenen zu verstehen. Viele Mädchen sind an einem bestimmten Punkt in ihrer Entwicklung lieber mit ihrem Vater zusammen, als mit ihrer Mutter. Dabei ist jedoch zu beachten, dass die moderne Psychologie diese ödipalen und elektrischen Theorien als sehr antiquiert ansieht. Sie gelten als veraltet, ebenso wie die klassischen psychosexuellen Stadien der Entwicklung, die durch eine mündliche, anale und phallische Phase gekennzeichnet sind. In der Tat gibt es bekannte Psychoanalytiker, die diese Vision und Theorie nicht teilen. Zum Beispiel sagt die deutsche Psychoanalytikerin Karen Horney, dass die Idee, dass Mädchen den Penis ihres Vaters beneiden, Frauen beleidigt. Wie bei vielen von Freuds Theorien wird auch der weibliche Ödipuskomplex und der Begriff "Penis-Neid" häufig als sexistisch kritisiert. Die Ödipus- und Elektrakomplexe implizieren außerdem, dass ein Kind zwei Elternteile, also eine Mutter und einen Vater, braucht, um sich richtig zu entwickeln, was heute als heteronormativ kritisiert wird.


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