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Was ist eine Paysafecard?

Wenn es um elektronische Zahlungsmittel geht, ist das Internet gesät von Innovationen und Änderungen, die maßgeblich den Zahlungsverkehr verändert haben. PayPal ist als Online-Bezahldienstleister aufgetreten und hat es geschafft, den Markt für sich zu erobern. Dabei handelt es sich um einen Dienst, der eher "klassisch" mit dem Bankkonto oder der Kreditkarte verknüpft ist.

Was ist eine Paysafecard

Für kleinere und unkomplizierte Bezahlungen eignet sich die Paysafecard besser. Hierfür ist keine Registrierung bei dem Dienst notwendig, sondern mittels PIN wird ein bestimmter Betrag von der Karte abgebucht.

In diesem Ratgeber wird erklärt, wo die Vorteile dieser Karte liegen und wie sicher dieses Zahlungsmittel ist.

Überblick über die Paysafecard

Paysafecard

Die Ursprünge der Paysafecard liegen in der Telefonwertkarte, welche eine einfache Bezahlung an Telefonzellen ermöglichten. Anstatt immer das passende Kleingeld in der Tasche zu haben, konnte der passende Betrag von der Karte abgebucht werden.

Aus dieser Funktion ist die eher universell einsetzbare Paysafecard erwachsen. Im Jahre 2000 begannen zahlreiche junge Unternehmen das Internet mit neuen Diensten zu erobern. Zu einem der wenigen Ideen, welche die Dotcom.Blase überlebten, zählte die Paysafecard. Diese wurde ab dem Jahr 2000 mit Tochtergesellschaften in London, Düsseldorf und Luzern geführt.

Im September 2000 wurde der Dienst in Österreich eingeführt und die ersten Zahlungen konnten mit dieser Karte getätigt werden. Mitte des Jahres 2001 folgte die Markteinführung in Deutschland. Wurde zu Beginn noch ein fester Geldbetrag auf den Karten gedruckt, wurden in den ersten Jahren bereits einige Fortschritte erzielt. So wurden anstatt der Karten nur noch ein Wertbons ausgestellt. Der Käufer erhält daraufhin einen 16-stelligen PIN, welchen er für die Bezahlung verwenden kann. Dadurch ist es ihm möglich den offenen Rechnungsbetrag zu begleichen. Aufgrund der festen Wertbeträge lässt sich ein Restbetrag aber selten vermeiden.

Das Guthaben beträgt in der Regel zwischen 10 und 100 Euro. Dabei sind die Beträge in mehreren Abstufungen erhältlich. Diese sehen wie folgt aus:

  • 10 Euro
  • 15 Euro
  • 20 Euro
  • 25 Euro
  • 30 Euro
  • 50 Euro
  • 100 Euro

Sie wird meist in Lottogeschäften und Tankstellen verkauft, es ist aber auch der Erwerb online möglich. Die Paysafecard ist mittlerweile in zahlreichen Geschäften anzufinden. Der Verkauf an Tankstellen bietet den Vorteil, dass die Karte praktisch rund um die Uhr erworben werden kann. Gleiches gilt auch für den Kauf online. Dort ist es unverzüglich möglich einen PIN zu erhalten. Allerdings ist dafür eine Registrierung notwendig.

Sicherheit der Paysafecard

Paysafecard Sicherheit

Bei der Paysafecard handelt es sich um einen Bezahlvorgang, welcher lizenzpflichtig ist. Im Jahr 2008 wurde die entsprechende Lizenz innerhalb der EU ausgestellt. Mittlerweile kann die Karte weltweit genutzt werden. Dazu gehören auch die USA, Australien und Saudi-Arabien.

Wichtig Kein Betrug

Wie bei jedem Zahlungsverkehr im Internet sollte eine gewisse Skepsis bestehen. Denn wenn das Geld lockt, sind Betrüger nicht weit und können von Sicherheitslücken und der Unwissenheit der Nutzer profitieren. Im schlimmsten Fall ist das komplette Konto ausgeräumt und das Vermögen irgendwo in das Ausland transferiert.

Der große Vorteil der Paysafecard liegt allerdings in der Sicherheit. Denn die Bezahlung ist möglich, ohne private Daten anzugeben. Es werden weder eine Kontonummer, noch die Kreditkarte benötigt. Damit besteht im Falle einer Kompromittierung der Karte nicht die Gefahr, dass weitere Geldvermögen abgeschöpft werden.

Dennoch gilt es einige Sicherheitshinweise zu beachten, um die Paysafecard sachgerecht zu benutzen und das Guthaben zu verwenden. Dazu gehört, dass die PIN wie Bargeld behandelt werden sollte. Der Wert der Paysafecard ergibt sich aus dem PIN und wird dieser an Dritte weitergegeben, erhalten diese ungehindert Zugang zu dem Wert. Dadurch können diese den Wert einlösen und der eigentliche Käufer geht leer aus.

Vorsicht ist zudem geboten, wo das Guthaben erworben wird. Dies sollte nur bei offiziellen Vertriebspartnern, bzw. der Webseite der Paysafecard geschehen. Nur dort ist sichergestellt, dass nach der Bezahlung eine gültige PIN erhalten wird. Keinesfalls sollte auf Angebote eingegangen werden, die mit günstigeren Karten werben. Falls Karten unter ihrem Wert veräußert werden, besteht der Verdacht der Geldwäsche oder, der Betrugsversuch im Raum.

Aufgrund des anonymen Bezahlvorganges, hat sich die Paysafecard zunächst einen zweifelhaften Ruf aufgebaut und wurde intensiv von kriminellen Strukturen genutzt, um Gelder zu transferieren. Als Inhaber einer Banklizenz werden die geltenden Geldwäschebestimmungen durchgeführt. Damit soll die Geldwäsche eingedämmt werden. Insbesondere, da die Überweisung nur an offizielle Partner und nicht auf private Bankkonten möglich ist, sollen diese illegalen Geschäfte verhindert werden. Um als offizieller Partner Zahlungen mittels einer Paysafecard empfangen zu können, wird ein umfangreicher Compliance Check ausgeführt. Nur wenn dieser erfolgreich ist, können mittels des PINs Zahlungen entgegengenommen werden.

Alle Vorteile auf einen Blick

Paysafecard Vorteile

Die Paysafecard gilt als besonders simple Bezahlmöglichkeit. Es können kleinere Beträge ohne großartige Registrierung oder anderen Vorbereitungen bezahlt werden.

Da keine persönlichen Daten erhoben werden, ist eine höhere Sicherheit gewährleistet, als dies etwa bei Alternativen, wie PayPal der Fall ist. Dort werden die Kreditkarte oder das Bankkonto mit dem Online-Service verknüpft. Dies könnte im schlimmsten Fall bedeuten, dass das komplette Konto ausbezahlt wird.

Das Guthaben der Paysafecard kann zudem länderübergreifend verwendet werden. Auch außerhalb der EU erfreut sich diese Zahlungsmöglichkeit einer hohen Beliebtheit. Allerdings fallen hierbei Gebühren in Höhe von 2% an.

Aufgrund des Bezahlens auf Prepaid Basis ist zudem eine bessere Kostenkontrolle möglich. Es wird nicht erst im Nachhinein ein gewisser Betrag von dem Konto eingezogen, sondern es wird im Vorhinein eine maximale Grenze gesetzt. Damit ist diese Bezahlmöglichkeit für Minderjährige und Personen, die wenig diszipliniert mit ihren Ausgaben umgehen, geeignet.

Wo kann die Paysafecard eingesetzt werden?

Paysafecard Einsatz

Der Erfolg der Karte ist direkt verknüpft mit der Anzahl der Vertriebspartner. Denn nur wenn dieses Zahlungsmittel möglichst weitverbreitet ist, besitzt es einen praktischen Nutzen.

Die Paysafecard ist vor allem in Online-Shops als Zahlungsmittel anerkannt. Diese haben mit der Karte eine Alternative zur Überweisung oder Bezahlung per Kreditkarte geschaffen. Für Abonnement-Systeme ist die Karte allerdings weniger geeignet. Daher findet das Bezahlmittel eher in Shops und anderen Online-Bereichen Verwendung. Hierzu zählen zum Beispiel auch das Gaming, Online Casino oder Wetten.

Frage Kein Betrug

Vorteilhaft an der Bezahlung in Online-Shops ist, dass keinerlei private Bankdaten zur Verfügung gestellt werden müssen. Wer sich also unsicher ist, ob ein Shop seriös ist, könnte kleine Beträge mit der Paysafecard begleichen, ohne dass etwa das eigene Konto hinterlegt werden müsste.

Zu den größten Partnern gehören u.a. Amazon & Steam. Aber auch unzählige andere Online-Anbieter erlauben das Bezahlen per Paysafecard.

Wie funktioniert die Bezahlung?

Paysafecard Bezahlung

Eine der Prämissen der Paysafecard ist, dass das Bezahlen so einfach wie möglich ist. Diese Idee wird mit Beginn der Entwicklung dieses Bezahlsystems verfolgt.

Zunächst muss eine entsprechende Karte in einer der offiziellen Verkaufsstellen erworben werden. Als eigentlicher Wert wird hierbei keine Karte übergeben, sondern der 16-stellige PIN.

Für die Bezahlung muss nun nur der PIN eingegeben werden. Eine Registrierung ist hierfür nicht notwendig. Allerdings besteht die Möglichkeit, dass ein Restguthaben bestehen bleibt. Bei der Verwendung mehrerer Karten ist es möglich, dass die Restguthaben kombiniert werden. Bis zu drei PINs mit einem Gesamtwert von 30 Euro lassen sich auf diese Weise zusammenfassen. Bei der Bezahlung müssen die PINs nacheinander eingegeben werden. Auf diese Weise können Restguthaben effektiver aufgebraucht werden.

Um den Überblick zu behalten ist das Anlegen eines Kundenkontos sinnvoll. Wer öfters mit dieser Karte seine Einkäufe tätigt, kann auf einen Blick die Restguthaben angezeigt bekommen.

Das Auszahlen des Restguthabens auf das private Konto ist nicht möglich. Dies würde dem Geschäftssinn widersprechen, dass die PINs nur an offiziellen Verkaufsstellen benutzt werden dürfen und nicht mit den Geldwäschebestimmungen im Einklang stehen.

Die Benutzung der Karte ist zudem vollkommen kostenfrei. Einzig bei der Erstattung fallen Gebühren in Höhe von 7,50 Euro an. Zudem muss das Guthaben innerhalb einer bestimmten Frist ausgegeben werden. Wird die Frist überschritten, werden Gebühren von 2 Euro je Monat erhoben, die direkt von der Karte abgezogen werden.

Dürfen Minderjährige diese Bezahlkarte nutzen?

Paysafecard Minderjährig

Wenn es um das Thema Sicherheit geht, gehört auch der Aspekt betrachtet, ob Minderjährige mit dieser Karte bezahlen dürfen. Hier gilt der Grundsatz des Taschengeldparagraphens. Dieser besagt, dass bereits ab einem Alter von 7 Jahren die Möglichkeit besteht, gültige Geschäfte abzuschließen, insofern diese mit Mitteln aus dem eigenen Taschengeld bezahlt werden. Die Beträge dürfen also eine bestimmte Höhe nicht überschreiten und angemessen sein.

Daher dürfen Minderjährige eine Paysafecard erwerben und können diese nutzen, ohne eine Kreditkarte oder ein Bankkonto anzugeben. Gerade für Spieleanbieter ist dies eine oft genutzte Einnahmemöglichkeit, da Minderjährige auf diese Weise problemlos Guthaben aufladen können.

Einschränkungen

Die Paysafecard ist für gewöhnlich nur bis zu Beträgen von bis zu 100 Euro nutzbar. Es besteht jedoch die Möglichkeit durch das Anlegen eines Benutzerkontos dieses Limit zu erweitern. Nach dem Anlegen des Benutzerkontos ist hierfür das Ausfüllen eines Antragsformulars notwendig. Nach der Bestätigung der Identität über den Lichtbildausweis wird das Transaktionslimit auf 1.000 Euro pro Monat angehoben. Damit wird das Bezahlen über diesen Dienstleister zu einer echten Alternative und es können monatlich größere Beträge beglichen werden.

Fazit

Paysafecard Fazit

Beim Bezahlen im Internet sind die Bedenken üblicherweise groß. Es besteht die Angst, dass der Schutz der eigenen Daten nicht gegeben ist und noch schlimmer, etwa ein finanzieller Schaden entsteht.

Gerade bei kleinen Beträgen möchte man diesen Unsicherheiten lieber aus dem Weg gehen. Als Lösung hat sich dafür die Paysafecard etabliert. Diese bietet mit dem 16-stelligen PIN eine Möglichkeit, Beträge in einer Höhe von bis zu 100 Euro völlig anonym zu übertragen. Es besteht keine Notwendigkeit persönliche Daten anzugeben oder das Guthaben mit einem Konto zu verknüpfen.

Damit wurde auf eindrucksvolle Weise gezeigt, dass die anonyme Bezahlweise "altmodischer" Telefonkarten in das Internetzeitalter übertragen werden kann.


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